„Die Verbrennungen gingen mit schwersten Verstümmelungen und Narbenkontrakturen einher“, erklärt Steinau. „Da die Fußflächen mit Waden- und Schienbein verwachsen waren, konnte das Kind seit Jahren nur auf zwei Fersenstümpfen humpeln.“ Rukshona erlitt die schwerstgradigen Verbrennungen bereits im Kleinstkindalter, die Ursache des Unglücks ist unbekannt. Weil sich das Narbengewebe in der Folgezeit immer mehr zusammenzog, verwuchsen Knochen und Gelenke und führten zu erheblichen Verstümmelungen. Nachdem Rukshona ins Friedensdorf nach Deutschland gekommen war, stellten die Mitarbeiter sie Mitte des Jahres in der Bochumer Spezialklinik vor. Prof. Steinau, der bereits viele vergleichbare Verletzungen erfolgreich operiert hat, übernahm die Behandlung. Um die Kosten tragen zu können, verzichteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bergmannsheil auf ein Weihnachtsgeschenk des Hauses.
In mehreren aufwändigen Operationen richtete Steinaus Team die Fußstellung des Mädchens. Außerdem rekonstruierten die Chirurgen ihre Fußflächen, die fast vollständig verstümmelt waren: Dafür nutzten sie Haut- und Muskelgewebe, das sie dem Mädchen aus dem Oberschenkel und dem Rücken entnahmen. „Solche Eingriffe wären in Rukshonas Heimat nicht möglich gewesen, und auch in Deutschland gibt es nur wenige Kliniken, die das nötige Know-how dafür besitzen“, erklärt Steinau. Nachdem die Wunden ausgeheilt waren, begannen die ersten Belastungstrainings mit den „neuen“ Füßen. Mittlerweile steht Ruckshona sicher auf den eigenen Beinen und kann auch wieder laufen, schmerzfrei und ohne Gehhilfen. „Für die erste Zeit hat unsere kleine Patientin speziell angepasste Schuhe bekommen, in rot: Denn die hat sie sich gewünscht“, so Steinau. In den nächsten Tagen wird Rukshona wieder in ihre Heimat zurückkehren.
- 17.02.11 -
(Quelle: Bergmannsheil Bochum; redaktionell bearbeitet: rrm)
Bookmarken / Empfehlen Sie diese Seite auf:
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/ ![]()
| Tipps & Termine |
Augen: 01.03.2012, Makuladegeration, was tun?, Prof. Harald Schilling, Klinik für Augenheilkunde, im St.-Johannes-Hospital Dortmund, Konferenzraum 5, 19.00 Uhr. Geschlecht: 08.03.2012, Gesundheitsforum: WEIBLICHES GESCHLECHT: RISIKOFAKTOR ODER SCHUTZ FAKTOR BEI SEELISCHEN KRANKHEITEN? Dr. med. Thomas Finkbeiner (Chefarzt Psychiatrie und Psychotherapie im Ev. Krankenhaus Lütgendortmund) / Prof. Dr. med. Susanne Hagen (Fachhochschule Düsseldorf, Fachgebiet Sozialmedizin, insbes. Sozialpsychiatrie), Ev. Krankenhaus Lütgendortmund, Volksgartenstr. 40, 44388 Dortmund, Telefon: (0231) 6188-0, Telefax: (0231) 6188-211, E-Mail: info@evk-luedo.de |
| NEWSLETTER BESTELLEN |
News von rrm RHEIN RUHR MED
Sie wollen über aktuelle Interviews mit Ärzten und News aus der Medizin auf dem Laufenden bleiben? Da haben wir was für Sie [mehr...] oder folgen Sie uns über:
Meist geklickt im Monat Oktober 2011:
Eine Ära geht zu Ende: Mit der neuen Generation von Blutverdünnern bekommt der Klassiker Marcumar® Konkurrenz. Prof. Dr. med. Marc Horlitz erklärt, was von den neuen Mitteln zu halten ist [mehr...]
Meist geklickt in 2010:
Jedes Jahr werden allein in Deutschland über 200.000 Patienten an der Schilddrüse operiert. Prof. Dr. Dr. med. Walz erklärt, worauf es bei einer solchen Operation ankommt und wie operiert wird [mehr...]
| AUSGEWÄHLTE BEITRÄGE - ÜBERSETZT: |