Männer, die nur außerhalb der eigenen vier Wände rauchen, belasten dennoch ihre schwangere Frauen. Dabei würde man doch eigentlich glauben, dass die werdenden Mütter so vor dem "Passiv-Rauchen" ihres Gatten geschützt sind. Wie jedoch das "Lifestyle-Telegramm" des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums in Düsseldorf jetzt bekanntgab, reduzieren werdende Väter, die nur außer Haus rauchen, hierdurch nicht die Belastung ihrer schwangeren Partnerinnen durch das Passivrauchen auf ein vergleichbares Niveau wie bei Nichtrauchern. Demzufolge schützt das Außer-Haus-Rauchen werdender Väter ihre schwangere Frauen nicht vor den Auswirkungen des Passivrauchens.
Untersucht wurde die Nikotin-Konzentration im Haar der Frauen
An der dazu gehörigen Querschnittstudie nahmen im Zeitraum vom 01. Oktober 2006 bis zum 31. Juli 2007 insgesamt 896 nichtrauchende Frauen teil, die jeweils in der 35. Schwangerschaftswoche waren. Untersucht wurden die Nikotin-Konzentration im Haar der Frauen sowie das Rauchverhalten ihrer Männer. Die Ergebnisse waren verblüffend: Das geometrische Mittel der Nikotin-Konzentration im Haar lag bei Frauen mit nichtrauchenden Partnern (Gruppe A) bei 0,33 ng/mg (95% CI 0,30 bis 0,35), bei Frauen, deren Männer außer Haus rauchten (Gruppe B) bei 0,51 ng/mg (95% CI, 0,45 to 0,57) und bei Frauen, deren Männer zu Hause rauchten (Gruppe C), bei 0,58 ng/mg (95% CI, 0,51 to 0,65). Der durchschnittliche logarithmierte Nikotinspiegel im Haar unterschied sich in Gruppe A somit deutlich von den anderen beiden Gruppen (p<0,001, Post-hoc-Test nach Scheffe). Multiple lineare Regressionsanalysen der log-transformierten Nikotinwerte im Haar ergaben nach Adjustierung auf mögliche Einflussfaktoren, dass die durchschnittliche Differenz von Gruppe A zu Gruppe B 0,43 (Standardfehler 0,07; p<0,001) und die durchschnittliche Differenz von Gruppe A zu Gruppe C 0,44 (0,10; p<0,001) betrug.
(Quelle: West. Diabetes- und Gesundheitszentrum; redaktionell bearbeitet: rrm)
Bookmarken / Empfehlen Sie diese Seite auf:
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/ ![]()
| Tipps & Termine |
Herz: 26.04.2012, 18.00 Uhr, Dr. med. Bernd Hufnagel (Chefarzt Innere Medizin im Ev. Krankenhaus Bethanien): KORONARE HERZKRANKHEIT – MODERNE DIAGNOSTIK UND THERAPIE, Virchowstr. 4, 44263 Dortmund-Hörde, Tel. 0231-9430-0 • Fax: 0231-9430-333 Schwindel: 03.05.2012, Schwindel - Diagnostik und Therapie, Susanne Hogrefe, CURAvita; Dr. Horst Luckhaupt, CA Klinik für HNO, im St.-Johannes-Hospital Dortmund, Konferenzraum 5, 19.00 Uhr.
|
| NEWSLETTER BESTELLEN |
News von rrm RHEIN RUHR MED
Sie wollen über aktuelle Interviews mit Ärzten und News aus der Medizin auf dem Laufenden bleiben? Da haben wir was für Sie [mehr...] oder folgen Sie uns über:
Meist geklickt im Monat Oktober 2011:
Eine Ära geht zu Ende: Mit der neuen Generation von Blutverdünnern bekommt der Klassiker Marcumar® Konkurrenz. Prof. Dr. med. Marc Horlitz erklärt, was von den neuen Mitteln zu halten ist [mehr...]
Meist geklickt in 2010:
Jedes Jahr werden allein in Deutschland über 200.000 Patienten an der Schilddrüse operiert. Prof. Dr. Dr. med. Walz erklärt, worauf es bei einer solchen Operation ankommt und wie operiert wird [mehr...]
| AUSGEWÄHLTE BEITRÄGE - ÜBERSETZT: |