Naturheilmittel sind heute in der Bevölkerung breit akzeptiert. Das zeigt eine aktuelle
bevölkerungsrepräsentative Studie des Institut für Demoskopie Allensbach
im Auftrag eines Naturprodukte-Herstellers. So haben
70 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahre bereits selbst Naturheilmittel verwendet, für weitere 19 Prozent käme dies generell oder fallweise in Frage. Lediglich 7 Prozent äußern
sich strikt ablehnend.

Langfristig ist der Nutzerkreis von Naturheilmitteln stark gewachsen: 1980 verwendete
nur rund die Hälfte der westdeutschen Bevölkerung solche Präparate, heute sind es 72
Prozent. Dieser Trend wurde offensichtlich auch von dem weitgehenden
Wegfall der Kostenerstattung für Naturheilmittel durch die Gesundheitsreform 2004
nicht umgekehrt.
In den letzten 40 Jahren hat sich auch die Struktur der Verwenderschaft gewandelt. Waren
früher stark überdurchschnittlich häufig Personen ab 45 Jahren unter den Nutzern zu finden,
ließen sich zunehmend auch jüngere Altersgruppen von Naturheilmitteln überzeugen.
So sind heute – anders als vor 40 Jahren – überdurchschnittlich häufig Eltern jüngerer
Kinder Verwender solcher Medikamente.

Vor allem gegen Erkältungs-Krankheiten werden Naturheilmittel nach Auskunft der Nutzer
erfolgreich eingesetzt. 78 Prozent der Verwender berichten davon, dass Naturheilmittel
ihnen in diesem Fall geholfen hätten. Aber auch gegen Magen- oder Verdauungsbeschwerden,
Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen haben diese Präparate fast jedem
dritten Nutzer nach eigenen Angaben bereits genutzt. Dabei werden Naturheilmittel vor allem zur begleitenden Medikation eingesetzt: Zwei
Drittel der Nutzer nehmen normalerweise zusätzlich auch andere Arzneimittel, weitere
28 Prozent fallweise.
- 13.09.2010 -
(Quelle: Allensbach; redaktionell bearbeitet: rrm)
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