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Lungenkrebs

Neues Zentrum in Bochum etabliert

Über 40.000 Menschen in Deutschland versterben jährlich an Lungenkrebs: Damit gilt diese Erkrankung als häufigste Krebstodesursache überhaupt. Um die Versorgungsstrukturen von Lungenkrebspatienten im Ruhrgebiet zu verbessern, hat sich am Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum nach eigenen Angaben die „Initiative Lungenkrebszentrum Bochum Bergmannsheil“ neu etabliert. Experten verschiedener Fachbereiche arbeiten in dem Verbund zusammen und schaffen ein umfassendes Angebot in Diagnostik und Therapie. Dazu gehören Pneumologen, Lungenchirurgen, Krebsspezialisten und Pathologen ebenso wie Radiologen, Strahlentherapeuten und Palliativmediziner.

Traditionsreiche Lungenklinik komplettiert Behandlungsspektrum

„Das Bergmannsheil gilt als eine der traditionsreichsten und renommiertesten Kliniken zur Behandlung von Lungenerkrankungen“, erläutert Prof. Dr. Jürgen Behr, Direktor der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin. „Durch die neue Initiative sind wir jetzt auch in der Lage, Patienten mit Lungentumoren vom ersten Schritt der Diagnostik über aktuelle operative Therapien bis hin zu neuen Chemo- und Strahlentherapien zu beraten und zu behandeln.“ Dank der interdisziplinären Zusammenarbeit deckt das Bergmannsheil somit neben aktuellen Behandlungsverfahren gegen Lungenkrebs nun auch das gesamte lungenchirurgische Spektrum ab, was durch die personell und strategisch neu aufgestellte Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie des Bergmannsheil unter der Leitung von Prof. Dr. Justus Strauch gewährleistet wird. Darüber hinaus bietet das Bergmannsheil Lungentumorpatienten im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium vielfältige palliative Therapieangebote, die multimodale, interventionelle, psychoonkologische und schmerztherapeutische Strategien integrieren. Damit besteht für die Bochumer Bevölkerung und darüber hinaus erstmals das Angebot einer umfassenden Behandlung des Lungenkarzinoms aus einer Hand und unter einem Dach – und das auf höchstem universitären Niveau.

Fachübergreifender Austausch in Tumorkonferenzen

„Lungenkrebs ist ein sehr komplexes Krankheitsbild“, erläutert Prof. Behr. „Umso wichtiger ist es, alle beteiligten Disziplinen zusammen zu bringen und im regelmäßigen kollegialen Austausch die bestmöglichen Therapieoptionen sicher zu stellen.“ Dazu finden wöchentliche Tumorkonferenzen statt: Hier besprechen die Experten aktuelle Fälle und entwickeln individuell angepasste Behandlungsstrategien. Neben der fachübergreifenden Patientenversorgung kümmert sich die Initiative unter dem Dach des Ruhr-Universität Comprehensive Cancer Center (RUCCC) auch um die Entwicklung von standardisierten Behandlungspfäden und die Themen der Qualitätssicherung und Dokumentation.

Beteiligt sind neben dem Bergmannsheil mit der Klinik für Pneumologie, Allergologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin (Prof. Dr. J. Behr), der Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie (Prof. Dr. J. Strauch), der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie (Prof. Dr. W. Schmiegel) und dem Institut für Diagnostische Radiologie, Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin (Prof. Dr. V. Nicolas) auch das Institut für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum am Bergmannsheil (Prof. Dr. A. Tannapfel) sowie die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Universitätsklinik St. Josef-Hospital (Prof. Dr. I. A. Adamietz). Die Initiative strebt unter dem Dach des Ruhr-Universität Comprehensive Cancer Center (RUCCC) eine Zertifizierung als Lungenkrebszentrum an.

(Quelle: Bergmannsheil Bochum; redaktionell bearbeitet: rrm)

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