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Kostensenkung

Unikliniken Bonn und Köln kooperieren im IT-Bereich

Die Universitätskliniken Köln und Bonn wollen zukünftig bei der Informationsverarbeitung kooperieren. Ziel ist es, in Zeiten des immer höher werdenden Kosten- und Konkurrenzdrucks im Gesundheitswesen, den Einsatz der Informationstechnologie (IT) in den Verwaltungen, Kliniken und Instituten beider Universitätskliniken zu optimieren. Damit soll an beiden Standorten auch die Umsetzung von IT-Projekten beschleunigt werden.

Als erste Universitätskliniken Deutschlands werden die Häuser in Bonn und Köln ab 01.01.2011 einen standortübergreifenden IT-Betrieb realisieren. Trotz der rechtlichen Selbständigkeit werden zwei Abteilungen auf Basis einer Kooperation zusammengelegt und in einer einzigen IT-Organisation die gemeinsame Verantwortung für den Betrieb an den Unikliniken Köln und Bonn übernehmen. „Die Bedeutung von IT und Anforderungen an die IT nimmt auch in den Universitätskliniken grundsätzlich zu. Allerdings stehen den hohen Anforderungen nicht ausreichend Personal gegenüber“, so Günter Zwilling, Kaufmännischer Direktor der Uniklinik Köln. „Durch die Zusammenlegung wird es keine Stellenstreichungen geben. Die Kooperation beider IT-Abteilungen ist nicht der Versuch, durch Streichung von Stellen zu sparen, sondern das vorhandene Personal optimal einzusetzen. Unser Ziel ist demnach vor allem Effizienzsteigerung.“

"Wir können Projekte schneller umsetzen"

Den größten Vorteil der Kooperation sieht Dr. Hans-Jürgen Hackenberg, Kaufmännischer Direktor des Universitätsklinikums Bonn, darin: „Wir können Projekte schneller umsetzen. Zudem bekommen wir durch das gemeinsame Vorgehen bessere Konditionen beim Einkauf von Software und Hardware.“ Die Vorteile der zukünftigen Kooperation seien zahlreich. In den Ferienzeiten können die IT-Abteilungen bessere Servicezeiten anbieten, da sie Personal über den einzelnen Standort hinweg einsetzen können. Außerdem erhöht mehr verfügbares Wissen die Fachkompetenz beider Standort: Ein Experte in Bonn kann auch die Kölner Kollegen unterstützen. Desweiteren können IT-Lösungen untereinander ausgetauscht und übernommen werden. Das führt dazu, dass die neue Abteilung die Lösung von bestimmten Aufgaben und Problemen beschleunigen kann. Zudem sinken die Kosten für externe Dienstleistungen, Schulungen und Wartungen. Wird an beiden Standorten eine gemeinsame IT-Anwendung eingeführt, erhofft man sich in Zukunft Einsparungen in Höhe von circa 30 Prozent.

Gemeinsame IT-Struktur soll ab Januar 2011 zum Alltag gehören

Der Übergangsprozess wird durch ein Team aus IT-Mitarbeitern beider Standorte begleitet. Die Projektleiter sind Cornelia Schneider (intern) und Stefan Wiesner (extern). Dieses für Deutschland einmalige Projekt wird von der Firma Change and Implementation Consult GmbH unterstützt. Die neue IT-Abteilung wird zwei Leiter haben: die ITDirektoren Erich Pfeifer, Universitätsklinikum Bonn, und Dieter Moritz, Uniklinik Köln. Zudem sind die Personalabteilungen, die Personalräte und Datenschutzbeauftragten beider Unikliniken schon seit Beginn in das Projektvorhaben eingebunden. Nach einer standortübergreifenden Erprobungsphase im kommenden Herbst soll die neue gemeinsame IT-Organisationsstruktur dann zum Januar 2011 das gesamte Tagesgeschäft übernehmen.

(Quelle: Uniklinik Köln; redaktionell bearbeitet: rrm)

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