„Noch reagieren unsere Herzpatienten etwas verwundert, wenn ich an ihrem Krankenbett stehe. Aber sie erkennen schnell, welche Chance sich ihnen bietet“, sagt Dr. Matthias Weniger, der als Psychokardiologe im Bergmannsheil Buer das kardiologische Team um Chefarzt Dr. Christoph Haurand verstärkt. Hier setzt man nach Angaben des Hauses auf ein integriertes Behandlungskonzept, also auf einen ganzheitlichen Ansatz in der Therapie von Herzerkrankungen. Das lebenswichtige Organ unter dem Brustbein, so die Überlegung, wird schließlich nicht nur durch die klassischen Risikofaktoren wie Stoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Übergewicht gepaart mit Bewegungsarmut attackiert. Auch psychische Belastungen wie Stress, Ängste und Depressionen führen zu Herzerkrankungen.
„Neben einer umfassenden, ausführlichen organischen Diagnostik und Therapie, haben wir auch die seelische Situation des Herzpatienten im Blick. Die eigene Herzerkrankung wird von vielen Patienten als Bruch in der Biographie erlebt: Nichts ist mehr, wie es vorher war. Angsterfüllte Verstimmungen bei Herzpatienten wirken sich aber negativ auf den Genesungsprozess aus. Gezielte psychologische Intervention ist dann hilfreich," sagt Dr. Haurand.
Der Zusammenhang zwischen Psyche und Herz ist durch Studien gut belegt. Einerseits kann eine Depression das Herz krank machen, andererseits kann aber auch ein Herzleiden zu depressiven Verstimmungen oder Ängsten führen. „Im Vergleich zu Gesunden haben psychisch belastete Menschen ein erheblich höheres Risiko an Herzrhythmusstörungen, Verengungen der Herzkranzgefäße oder am Herzinfarkt zu erkranken. Depressive Menschen leiden doppelt so oft an Herzerkrankungen“, sagt Dr. Weniger. Und: „Stress als Krankheitsursache wird sehr unterschätzt. Die Patienten kommen mit Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck oder einem Burnout-Syndrom zu uns. Dahinter stehen starke Belastungen im Beruf oder in der Familie, vitale Erschöpfung, partnerschaftliche Unzufriedenheit, dauerhafte Krisen, Gefühle der Überforderung, fehlende Anerkennung und Wertschätzung.“
(Quelle: Bergmannsheil Buer; redaktionell bearbeitet: rrm)
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Herz: 26.04.2012, 18.00 Uhr, Dr. med. Bernd Hufnagel (Chefarzt Innere Medizin im Ev. Krankenhaus Bethanien): KORONARE HERZKRANKHEIT – MODERNE DIAGNOSTIK UND THERAPIE, Virchowstr. 4, 44263 Dortmund-Hörde, Tel. 0231-9430-0 • Fax: 0231-9430-333 Schwindel: 03.05.2012, Schwindel - Diagnostik und Therapie, Susanne Hogrefe, CURAvita; Dr. Horst Luckhaupt, CA Klinik für HNO, im St.-Johannes-Hospital Dortmund, Konferenzraum 5, 19.00 Uhr.
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