Die Apotheker warnen vor gefährlichen Zecken. Anlass ist eine aktuelle Meldung des Regionalverband Ruhr, nach der die Zahl der Zecken in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen hat. Inzwischen überträgt etwa jede dritte Zecke die Infektionskrankheit Borreliose. Vor zehn Jahren war es noch jede Zehnte. "Wir wollen keine Panik schüren", betont Dr. Rolf-Günther Westhaus, Pressesprecher der Apotheker in Essen, "sondern nur zu erhöhter Aufmerksamkeit aufrufen." Die Menschen sollten gerade jetzt die Möglichkeit nutzen, sich in der Apotheke beraten zu lassen, wie man sich am besten schützen kann und was zu tun ist, wenn eine Zecke zugebissen hat.
Besonders beliebt bei Zecken: Kniekehle, Nacken & Co.
Die winzigen Blutsauger lauern im Gras, in Sträuchern, Farnkraut oder im Unterholz schattiger Wälder. Auch im eigenen Garten besteht akute Zeckengefahr. Durch den Geruch werden die Tiere auf ihre Opfer aufmerksam. Besonders beliebte Körperregionen sind erwärmte oder verschwitzte Bereiche, wie zum Beispiel die Kniekehlen oder der Nacken. "Der beste Schutz gegen eine Infektion durch einen Zeckenstich ist die Vorsorge", empfiehlt Dr. Rolf-Günther Westhaus. Spaziergänger sollten im Wald geschlossene Schuhe und eine Kopfbedeckung tragen. Die Bekleidung sollte möglichst Arme und Beine bedecken. Auch insektenabweisende Mittel aus der Apotheke können helfen. Nach dem Ausflug ins Grüne sollte man die Kleidung ausschütteln und den Körper nach Zecken absuchen.
Kopfschmerzen, Fieber, Gelenkbeschwerden & Co.
"Wer eine Zecke entdeckt, sollte sie so schnell wie möglich mit einer speziellen Zeckenzange entfernen", rät Dr. Rolf-Günther Westhaus. Diese gibt es im praktischen Scheckkartenformat für jede Geldbörse. Nach dem Entfernen der Zecke sollte die Bissstelle genau beobachtet werden. "Tritt nach kurzer Zeit oder in den folgenden Wochen eine ringförmige Rötung auf, könnte das ein Indiz für eine Borreliose-Infektion sein. Es muss dann auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden", sagt Apotheker Westhaus. Des Weiteren klagen Betroffene oft über Kopfschmerzen, Fieber, Gelenkschmerzen sowie Lymphknotenschwellungen. Unbehandelt kann eine Borreliose noch Wochen oder Monate nach der Infektion zu neurologischen Störungen führen.
Kein Impfstoff gegen Borreliose
Im Gegensatz zum Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), der von Zecken besonders in Süddeutschland übertragen wird, gibt es gegen Borreliose keinen Impfstoff. Reisenden, die in FSME-Risikogebiete fahren, empfehlen die Apotheker in Essen daher dringend, rechtzeitig an einen Impfschutz zu denken. "Da es sich bei FSME um eine Virusinfektion handelt, sind Antibiotika in diesem Fall wirkungslos", erklärt Apotheker Westhaus.
Zecken:
(Quelle: Apothekerverband Nordrhein e.V.; redaktionell bearbeitet: rrm)
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Herz: 26.04.2012, 18.00 Uhr, Dr. med. Bernd Hufnagel (Chefarzt Innere Medizin im Ev. Krankenhaus Bethanien): KORONARE HERZKRANKHEIT – MODERNE DIAGNOSTIK UND THERAPIE, Virchowstr. 4, 44263 Dortmund-Hörde, Tel. 0231-9430-0 • Fax: 0231-9430-333 Schwindel: 03.05.2012, Schwindel - Diagnostik und Therapie, Susanne Hogrefe, CURAvita; Dr. Horst Luckhaupt, CA Klinik für HNO, im St.-Johannes-Hospital Dortmund, Konferenzraum 5, 19.00 Uhr.
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