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Kölner Herz-Gefäß-Tag will Rheinländer aufklären

TV-Star Hugo Egon Balder ruft zur Vorsorge auf

Nein, er ist kein Herzpatient. Selbst auf eine Gage verzichtet der populäre Entertainer. Hugo Egon Balder („genial daneben“) wird am 5. Mai 2011 die mittlerweile 4. Kölner Informationsveranstaltung zum Thema „Herz- und Gefäßerkrankungen“ im Maritim Hotel Köln moderieren, „weil ich mit 61 Jahren sicherlich auch nicht mehr der Jüngste bin“, sagt Balder augenzwinkernd auf einer Pressekonferenz im Krankenhaus Porz am Rhein im Vorfeld zum Aktionstag. Vor allem habe ihn das Schicksal seiner TV-Kollegin Gaby Köster sehr bewegt, die vor gut drei Jahren plötzlich von der Bildfläche verschwand. Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen bei ihr gesundheitliche Gründe eine Rolle gespielt haben.

hugo egon balder Umso sinnvoller, so Balder, sei es, sich frühzeitig um die eigene Gesundheit zu kümmern: „Ich hätte ja auch nie gedacht, dass ich mal zu so einer Veranstaltung gehen würde.“ Doch er habe in den vergangenen Jahren bereits viel lernen können. Balder moderiert die Veranstaltung seit 2006. Und er werde auch dieses Jahr wieder dafür sorgen, „dass die

Ärzte alles so erzählen, dass man es versteht“. – Der Eintritt zur Veranstaltung mit Hugo Egon Balder ist frei.

160.000 Menschen sterben pro Jahr an einem Herzinfarkt

„Jeder Mensch kann jederzeit ein Herz- bzw. Gefäßpatient werden. Pro Jahr erleiden in Deutschland 300.000 Menschen einen Herzinfarkt, von denen 160.000 versterben. Das erschreckende aus Sicht der Medizin: Gut 2 von 3 dieser Patienten haben zuvor keinen Arzt gesehen“, erklärt Prof. Dr. med. Marc Horlitz, Chefarzt der Kardiologie am Krankenhaus Porz am Rhein und Mit-Initiator des „Kooperativen Kölner Herzzentrums beidseits des Rheins“, das die Veranstaltung im Maritim Hotel ausrichtet. Ziel des Kölner Herzzentrums sei es, die Rheinländer noch besser über ihr Herzinfarkt-Risiko und die Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären. „Deshalb ist der Informationstag, für den wir Spitzenmediziner als Referenten gewinnen konnten, nicht nur für Patienten gedacht, sondern auch für Menschen, die erst gar keine Patienten werden wollen“, sagt Prof. Horlitz.

Herzzentrum untersucht pro Jahr 200.000 Patienten

2006 wurde das Herzzentrum mit einem Schwerpunkt im Krankenhaus Porz am Rhein gegründet. Inzwischen ist das Zentrum ein weit verzweigtes Netz aus Partnerpraxen und -kliniken, das sogar über die Kölner Stadtgrenzen reicht. „Viele verstehen unter einem Herzzentrum zunächst einmal ein Gebäude. Unsere Idee aber war es, ein dezentrales Herzzentrum vor Ort zu schaffen, um möglichst viele Menschen zu erreichen“, sagt Dr. med. Detlef Bernd Gysan vom ambulanten kardiologischen Reha-Zentrum AmKaRe in Köln. Pro Jahr schaffe es das Herzzentrum auf diese Weise, gut 200.000 Patienten zu untersuchen.

Medizin der kurzen Wege – im fachübergreifenden Austausch

„Die Wege zum Patienten müssen kurz sein“, meint auch Prof. Dr. med. Dieter Beyer, Radiologe am Krankenhaus Porz am Rhein und ebenfalls Mit-Initiator des Herzzentrums. Genauso aber sei es nötig, dass sich die Ärzte in Krankenhaus und Praxis oft genug sehen und austauschen. Dies gelinge dank der fachübergreifenden Kooperation im Herzzentrum vorbildlich, der sich auch im Programm der Veranstaltung im Maritim Hotel zeige. „Wir haben immer zwei Ärzte pro Thema, die im Dialog aus unterschiedliche Sichtweise das gleiche Thema  diskutieren“, so Prof. Beyer. „So zeigen wir den Patienten, dass es immer mehrere Möglichkeiten der Therapie geben kann.“

Näheres zum Programm des 4. Informationstages finden Sie hier:

http://www.koelner-herzzentrum.de/dokumente/Flyer_Patientenveranstaltung_2011.pdf

- 28.4.2011 -

(Quelle/Foto: Krankenhaus Porz am Rhein; redaktionell bearbeitet: rrm)


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