Dr. med. Jürgen Philipp (Foto), Allgemein- und Ernährungsmediziner aus Herten in Westfalen, der eng mit dem Referenzzentrum für Adipositas am Klinikum Vest in Recklinghausen zusammenarbeitet, hält das Magenband auch noch aus einem ganz anderen Grund für nicht geeignet. "Viele Patienten lernen mit der Zeit, ihr Magenband zu überlisten", so der Mediziner. Das Magenband helfe nämlich nicht wirklich dabei, Kalorien zu sparen.
Zwar könnten Patienten durch das Magenband nicht mehr so große Mengen Speisen zu sich nehmen, was die Kalorienzufuhr drosselt - wenn da nicht Cola, Shakes & Co. wären. "Die Patienten haben gelernt, ihrem Körper über Getränke Kalorien zuzuführen", so Dr. Philipp. Im Ergebnis sei so jedenfalls kein spürbares Abnehmen möglich.
Dr. Philipp erlebt in seiner Praxis, dass immer öfter auch jüngere Menschen übergewichtig oder gar fettleibig sind und seine Hilfe benötigen. "Wir haben es heutzutage bereits mit 17- oder 18-Jährigen zu tun, die ihr Übergewicht nicht mehr in den Griff kriegen", so der Ernährungsexperte. Als Arzt kann er jedoch
Thema Adipositas
Magenband? Schlauchmagen? Magenballon? - Lesen Sie alles über die Therapieformen [mehr...]
meist nur bedingt helfen. Denn die Ursachen für eine falsche Ernährung sind vielschichtig. Die Kinder und Jugendlichen, so Philipp, würden zu Hause kaum mehr lernen, wie sie ein gesundes Mahl zubereiten. Hinzu kommen die Verlockungen der Fast-Food-Industrie, die überall großflächig für ihre ungesunden Kalorienbomben wirbt. Dr. Philipp sieht deshalb auch nur eine Chance auf Besserung, wenn dieses Problem gesamtgesellschaftlich angegangen wird.
(Quelle: rrm; Foto: rrm)
Bookmarken / Empfehlen Sie diese Seite auf:
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/
/ ![]()
| Tipps & Termine |
Augen: 01.03.2012, Makuladegeration, was tun?, Prof. Harald Schilling, Klinik für Augenheilkunde, im St.-Johannes-Hospital Dortmund, Konferenzraum 5, 19.00 Uhr. Geschlecht: 08.03.2012, Gesundheitsforum: WEIBLICHES GESCHLECHT: RISIKOFAKTOR ODER SCHUTZ FAKTOR BEI SEELISCHEN KRANKHEITEN? Dr. med. Thomas Finkbeiner (Chefarzt Psychiatrie und Psychotherapie im Ev. Krankenhaus Lütgendortmund) / Prof. Dr. med. Susanne Hagen (Fachhochschule Düsseldorf, Fachgebiet Sozialmedizin, insbes. Sozialpsychiatrie), Ev. Krankenhaus Lütgendortmund, Volksgartenstr. 40, 44388 Dortmund, Telefon: (0231) 6188-0, Telefax: (0231) 6188-211, E-Mail: info@evk-luedo.de |
| NEWSLETTER BESTELLEN |
News von rrm RHEIN RUHR MED
Sie wollen über aktuelle Interviews mit Ärzten und News aus der Medizin auf dem Laufenden bleiben? Da haben wir was für Sie [mehr...] oder folgen Sie uns über:
Meist geklickt im Monat Oktober 2011:
Eine Ära geht zu Ende: Mit der neuen Generation von Blutverdünnern bekommt der Klassiker Marcumar® Konkurrenz. Prof. Dr. med. Marc Horlitz erklärt, was von den neuen Mitteln zu halten ist [mehr...]
Meist geklickt in 2010:
Jedes Jahr werden allein in Deutschland über 200.000 Patienten an der Schilddrüse operiert. Prof. Dr. Dr. med. Walz erklärt, worauf es bei einer solchen Operation ankommt und wie operiert wird [mehr...]
| AUSGEWÄHLTE BEITRÄGE - ÜBERSETZT: |