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Eierstockkrebs

Ärzte erntfernen acht Kilo schweren Tumor aus dem rechten Eierstock einer 63-Jährigen

Einen acht Kilo schweren Tumor entfernte erfolgreich Dr. Reinhard Becker, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am St. Josefshospital Uerdingen, einer 63-jährigen Patientin aus dem rechten Eierstock. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Hauses hervor. „Das war ein schwieriger Eingriff. Ein Platzen des Tumors wäre gefährlich geworden“, berichtet Becker. Die 63-jährige kam mit Schmerzen im Bauchraum zu ihm.

Vorsorgeuntersuchung

Zuvor hatten die Internisten des St. Josefs-Hospitals sie bereits untersucht und einen riesigen Tumor lokalisiert. „Dank der engen Zusammenarbeit mit allen Abteilungen des Hauses wussten wir, dass uns ein kindskopfgroßer Tumor erwartete. Er füllte den ganzen Bauchraum aus“, erzählt der Chefarzt.

Der ernfernte Turmor: groß wie ein Kopf

Die Herausforderung war, den Tumor im Ganzen aus dem Bauchraum herauszulösen. Es galt zu verhindern, dass sich die im Tumor befindliche Flüssigkeit, die voller Krebszellen war, in den Bauchraum ergoss. Während der Operation untersuchten die Pathologen durch einen Schnellschnitt das Geschwulst. Die Diagnose war erwartungs-gemäß: bösartig. Doch Becker und seiner Mannschaft gelang die komplizierte Aufgabe. Sie lösten den Tumor in einem Stück aus dem Bauchraum.

Die beste Nachricht für Beckers Patientin: Da sich die Krebszellen bisher nur im Tumor angesiedelt hatten, ist sie durch die Operation nun vollkommen geheilt. Sie muss weder mit Chemo- noch mit Strahlentherapie – wie sonst bei einer Krebserkrankung üblich – nachbehandelt werden.

Eierstockkrebs hat die höchste Sterblichkeitsrate bei Frauen. Jede sechste Krebserkrankung betrifft diese bösartige Krebsart. In Deutschland erkranken daran jährlich etwa 8.000 Frauen. Eierstockkrebs verursacht keine direkten Schmerzen. Deshalb haben sich bereits bei der Hälfte aller Frauen Metastasen gebildet, wenn die Krankheit (oft sehr spät) diagnostiziert wird.

(Quelle: St. Josefshospital Uerdingen; redaktionell bearbeitet: rrm)

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